Die in Griechenland vergessenen Dokumente …
Privat- und Wirtschaftsdetektei AS International
Die Welt wird immer durchlässiger, Grenzen gibt es fast keine mehr, und ohne die von vielen Mitmenschen so stark kritisierte „Globalisierung“ wäre so mancher Flachbildschirm, so mancher Computer nicht erschwinglich!
Aber bevor der super preiswerte Flachbildschirm-Fernseher in der Wohnung steht, sind viele Leute unter Hochdruck damit beschäftigt dafür zu sorgen, dass so ein Gerät überhaupt erst mal gebaut wird.
Niemand will hier einen Lehrgang in modernem Produktionsmanagement lesen, und wir wollen auch nicht darüber erzählen. Aber jeder, der seinen Urlaub mal ausserhalb der deutschen Grenzen verbracht hat, weiss, wie kompliziert es sein kann, wenn man sich in einem anderen Land mit den dortigen Bewohnern in einer fremden Sprache verständigen muss. Dann weiss jeder den ehemaligen Ford-Angestellten aus Köln zu schätzen, der inzwischen in seinem Heimatland Türkei ein schönes Restaurant eröffnet hat und einem Urlaub machenden Germanen in fliessendem Deutsch erklären kann, was wichtig ist.
Bei uns, der Detectei AS und den mit uns verbundenen Detektiven liegen die Dinge doch genau so: was nützt Ihnen eine noch so tüchtige Detektei aus Deutschland in Spanien, wenn die entsandten Detektive kein Spanisch können? (siehe hierzu unseren Bericht „Observierung Mallorca“). Wir haben Detektive an Bord, die als Muttersprachler auch Spanisch, Griechisch, Polnisch und andere Sprachen sprechen – Deutsch ist bei uns selbstverständlich Pflicht – aber auch in anderen Sprachen sind wir zu Hause!
Dass wir auch Griechisch können, hat sich für einen unserer Kunden sehr positiv ausgewirkt – aber lassen Sie uns erzählen.
Rhodos ist die Hauptinsel des Dodekanes, einer Inselgruppe in der Ost-Ägäis. Rhodos liegt beinahe in Sichtweite der Türkischen Küste – zwar nicht so nah wie Samos, aber für einen schnellen Segler sind das dort alles keine Entfernungen!
Die wunderbare Insel ist etwas für jeden Geschmack. Die historischen Burganlagen aus der Zeit der Johanniter, die sich auf den Kreuzzügen nach Rhodos zurückzogen und dort fast uneinnehmbare Festungen bauten, sind wieder vorbildlich restauriert. Der absolute Höhepunkt an Land aber ist die Akropolis in Lindos – und wer gut zu Fuss ist, wird den Aufstieg auf dieses unglaublich gut erhaltene Baudenkmal geniessen – und besonders schön ist es, wenn man oben angekommen ist. Diese Akropolis wurde im 11. Jahrhundert vor Christus gegründet – ein beeindruckendes Meisterwerk, mehr als 3.000 Jahre alt!
Die See bietet jedem Segler ideale Bedingungen. Der „Meltemi“ weht zwischen den Monaten Juni und September zuverlässig und schafft immerhin beständige Winde zwischen 5 und 8 Beauforts (das ist die gültige Skala für Windgeschwindigkeiten: 5 ist eine frische Brise, und 8 ist stürmischer Wind!). Die Lufttemperatur bringt es auf 30 bis 35 Grad Celsius, und das Wasser ist mit 26 Grad Celsius so warm, wie manchmal Badewasser sein könnte.
Die alt-bewährte Gruppe von ehemaligen Studienkollegen aus Deutschland hatte auch diesmal einen gemeinsamen Urlaub geplant – wie alle drei Jahre. Dieses Mal sollte es zum ersten Mal eine Segeltour werden, wie sie in der ganzen Ägäis reichlich angeboten werden: ein Schiffseigentümer vermietet sein Schiff und einen Kapitän mit einer gewissen Anzahl von Matrosen – abhängig von der Grösse eines Schiffes – an eine Gruppe von Urlaubswilligen, die auf diese Weise einen besonderen Erlebnisurlaub verleben wollen.
Die Männer aus Deutschland – alle sechs Teilnehmer an der Segeltour – waren Juristen, und wie man das häufig antrifft – sie waren alle nicht sehr praktisch veranlagt. Und darauf ist es wohl auch zurückzuführen, dass Dr. F. bei Ankunft auf dem Schiff viele seiner persönlichen Dokumente bei sich hatte – die er nun beim Segeln ja überhaupt nicht gebrauchen konnte. Was tun? Ein mitreisender Kollege fragte den Schiffseigentümer, ob man nicht bei ihm im Büro an Land diese Papiere vorübergehend aufbewahren könne – ja, natürlich - kein Problem. Bei der Abreise würde Dr. F. die Sachen wieder abholen und an sich nehmen.
Und wie man es sich vorstellen kann: die Gruppe der Freunde hatte einen so tollen Segelurlaub verlebt – Dr. F. hatte völlig vergessen, dass er noch Dokumente beim Schiffseigner an Land deponiert hatte. Die Freunde flogen zurück nach Hause – und wie es jeder erwartet: kaum, dass man im Flugzeug nach Hause sass, fielen dem vergesslichen Mann seine Dokumente wieder ein.
Zu Hause angekommen, versuchte er sofort, mit dem Bootsverleiher zu telefonieren – aber, wie immer in einem solchen Fall: der Kapitän war ein Urlaubskapitän gewesen, und der war nicht mehr aufzufinden. Das Büropersonal war zwar irgendwie Zeuge gewesen, als Dr. F. seine Papiere im Büro deponierte, aber niemand verstand Deutsch – und die Reisenden konnten alle kein Griechisch!
Dr. F. kannte uns, die Detectei AS, weil er mit uns vorher mal in einem Fall beruflich zu tun gehabt hatte. In seiner Not fragte er bei uns nach – ob wir irgendeine Idee hätten. Ja, sicher – unser griechischer Kollege aus Giessen wurde eingeschaltet, und es begann eine teure Telefonaktion mit den Leuten auf Rhodos. Das Endergebnis war: unser „griechischer“ Detektiv sollte mit Dr. F. nach Rhodos fliegen, einen Tag im Büro des Bootsverleihers mit den Mitarbeitern reden und selbst ein wenig suchen.
So geschah es: nach nur einem halben Tag im Büro des Bootsverleihers hatte Dr. F. seine Papiere gefunden – und alles war wieder „in Butter“.
