deutsch   spanisch
Bundesweit erreichen
Sie uns kostenlos unter:
0800-861 862 8
„Lassen Sie uns das mal machen!”

Alte Kunst in Brzeg | Polen, Breslau ...
Privat- und Wirtschaftsdetektei AS International

Meine Erleichterung konnte an diesem Freitag nicht grösser sein, als ich endlich zu Hause ankam und den Motor abstellen durfte – es war eine scheussliche Woche gewesen – Ärger, vertane Zeit, stundenlang an der falschen Stelle im Regen gewartet – und dann diese Novemberkälte im Juni – brrrr!

Als ich meine Wohnung betrat, hörte ich bereits das Telefon klingeln - meine Privatnummer, die ich nur wenigen Leuten gegeben hatte. Also das konnte nichts Schlimmes sein – denkste! Selten hatte ich mich so geirrt!

Aber - der Reihe nach.

Am Telefon war der alte Freiherr von P., dessen Familie mir früher bereits einige Ermittlungsaufträge gegeben hatte - daher kam es, dass Herr von P. meine private Telefonnummer kannte. „Hallo, Barquin“- das Wort „Herr“ kam in seinem  Wortschatz nicht vor; von ihm stammt angeblich der Satz: „ein Herr bin ich selbst!“ – „Barquin, kommen Sie so schnell es geht zu mir! Und wenn Sie im Auto und losgefahren sind, rufen Sie mich sofort an!“ – sein Befehlston gefiel mir zwar nicht, aber er war ein alter „Junker“, irgendwo her aus Schlesien stammte seine Familie, und sie soll früher mal sagenhaft viel Geld besessen haben, Ländereien, Schlösser, sogar ein Kohlebergwerk soll der Familie gehört haben – und trotz dieses unangenehmen Befehlstons – der alte Freiherr war eigentlich ein netter „Kumpel“. Ich hatte keine Wahl, und wenn ich nicht alle Sympathien meines wichtigen Kunden verlieren wollte, musste ich sofort wieder losfahren.

Ade, du schöner Feierabend!

Canaletto, Santa Maria della Salute, VenedigIch startete also in Aschaffenburg und fuhr den bekannten Weg zu Herrn von P., und gehorsam rief ich ihn an. Da erfuhr ich also, was er mir so dringend erzählen musste: ein Kunsthändler aus Wroclaw, früher Breslau, in Polen, in Schlesien, hatte ihn aufgesucht und ihm ein Bild aus einem seiner ehemaligen Schlösser in Oberschlesien angeboten. Der Händler hatte das Bild angeblich für viel Geld gekauft und wollte es ihm, dem früheren Besitzer, nun weiter- besser zurück-verkaufen. Der Preis war sehr hoch, andererseits, das Bild war sehr wertvoll, ein echter Bernardo Bellotto – der Maler war allerdings besser bekannt unter dem Künstlernamen Canaletto, ein gebürtiger Venezianer, der 1780 in Warschau gestorben war und besonders in Dresden weltberühmte Werke geschaffen hatte. Ja, ich verstand bisher gar nichts von dem Problem des Freiherrn – aber damit kam er jetzt heraus – ich war aber auch nicht mehr weit von seinem Haus entfernt: Herr von P. also erzählte aufgeregt: dieser echte Canaletto, aus dem Besitz der schlesischen Familie von P. stammend, den Herr von P. für viel Geld kaufen sollte, dieses Bild sei eine absolute Fälschung!

Ja, wie konnte Herr von P. denn da so sicher sein?
Sein lautes Lachen dröhnte in meinem Ohr: „Ja, lieber Barquin, damit würden Sie nie rechnen: das Originalbild, das ich jetzt kaufen sollte, hängt zufällig hier in meinem Haus in Aschaffenburg – und das, was der Händler mir angeboten hatte, das muss deshalb eine Fälschung sein!“

Na, wenn das so war… Aber ich verstand immer noch nichts – und vor allem, warum musste das alles so schnell gehen? Und was hatte ich damit zu tun?

Es hätte doch gereicht, wenn Herr von P. den polnischen Kunsthändler rausgeworfen hätte und eine Anzeige wegen Betrugsversuchs erstattet hätte… „Nein, Barquin, das ist nicht so einfach! Ich bin bereits seit einigen Jahren mit diesem Kunsthändler aus Polen in Kontakt, und ich habe ihm schon einige Bilder für viel Geld abgekauft – dabei habe ich ihm blind vertraut. Nun will ich wissen, woher der Kerl kommt, woher er die anderen Bilder hatte, ob und um wie viel er mich bereits betrogen hat - und es muss ihn jetzt endlich jemand beschatten!“

Aha, daher wehte der Wind – ich sollte ihm also nachfahren, und ich durfte ihn nicht aus den Augen verlieren – und wenn ich jetzt inzwischen an seinem Haus angekommen sein würde, dann würde er dem Polen erlauben, sein Haus zu verlassen – also hatte der alte Fuchs von P. den Kunsthändler unter einem Vorwand in seinem Haus festgehalten.

Aber es war in der Tat so: kaum näherte ich mich der Villa des Freiherrn, als ein kleinwüchsiger Mann aus dem Haus gelaufen kam und in ein Auto einstieg, das vor dem Haus geparkt war – mit polnischen Kennzeichen versehen. Na, prima!

Mein Auftrag war klar - ich sollte dem Polen nachfahren.
Nun, mein Auto ist zwar ein Sparwunder beim Spritverbrauch – aber wenn der Tank fast leer ist, dann kommt man nicht sehr weit! Aber, da hatte ich Glück – dem Polen ging es offenbar genau so – er fuhr als erstes zu einer Tankstelle, und es gelang mir, hinter ihm an der nächsten Zapfsäule zu tanken. Und mein Glück konnte kaum größer sein: Pawel, so hiess der Pole angeblich, ging auch noch in das Restaurant an der Tankanlage und bestellte sich etwas zu essen. So konnte ich mich wenigstens mit ein wenig Proviant und Wasser eindecken, mir die Hände waschen und mich in meinem Auto ruhig auf dem Parkplatz hinter Pawels Auto verstecken und abwarten, bis er aus dem Restaurant heraus kam.    

Und Pawel hatte schnell gegessen – er kam bald heraus und fuhr ohne zu zögern los. Nun, ich wusste von Herrn von P., aus welcher Gegend er gekommen war – nämlich aus der Gegend um Oppeln. Wenn er geradeaus nach Hause führe, würde er in Richtung Dresden fahren müssen – na, prima – das wird eine lange Nachtfahrt! Und so geschah es.

Es gelang mir, das Auto mit dem polnischen Kennzeichen auf der langen Fahrt  nicht aus den Augen zu verlieren. Pawel fuhr auf der A4/E40 über Gera, an Chemnitz vorbei, nach Dresden, dann an Bautzen vorbei, und in Görlitz über die Grenze. Kurz vor der polnischen Seite fuhr Pawel noch einmal an einer Raststätte zum Tanken vor, nahm einen Kaffee – ich tat das gleiche – und dann ging es über Liegnitz in Richtung Wroclaw nach Südosten weiter. Wohin würde er denn noch fahren – ich war allmählich müde wie ein ausgelaugter Fernfahrer!

Alte Fassade in BreslauAls Brzeg, in Polen, bei Breslau, ausgeschildert wurde, das alte Brieg, da fiel mir ein, dass der Freiherr von P. davon berichtet hatte, dass seine Familie aus Brieg stammte. Auch Kurt Masur, der grosse Dirigent, der jahrelang in Leipzig gearbeitet hat, stammte aus Brieg!

Und da bog Pawel auch von der Autobahn ab – und in flotter Fahrt ging es mitten hinein ins kleine, mittelalterliche und schön restaurierte Städtchen. Es war inzwischen früher Morgen, die Sonne stand schon unterm Horizont – also, was tun?
Pawel fuhr zu einem Haus, das von aussen wie eine alte Werkstatt aussah – und dann sah ich auch die polnische Beschriftung:
„Antiquitäten, Restaurationen, Kunsthandel - Pawel S.“   

Hier also wohnte mein Gegenspieler – so viel wusste ich nun. Aber die weitere Arbeit musste jetzt erst einmal warten – denn ich brauchte zunächst einmal ein Bett zum Schlafen.

Was ich Ihnen aber hier bereits andeuten kann, ist so viel: die Story mit den alten  Bildern aus dem alten Schloss – die wird noch spannend! Wenn es Sie interessiert: kommen Sie mich mal besuchen, dann kann ich Ihnen erzählen, wie das weiterging!

Unsere Erfahrung ist Ihr Vorteil!


                Mitglied im Bund internationaler Detektive

Privatdetektiv
Heinsestr. 5
63739 Aschaffenburg
0800-861 862 8
Privatdetektiv
Kasinostr. 24
64293 Darmstadt
06151-150 90
Privatdetektiv
Heumarkt 2
63450 Hanau
06181-428 985 1
Privatdetektiv
Eschersheimer Landstr. 68
60322 Frankfurt
0800-861 862 8
Privatdetektiv
Ochsensteige 11
89075 Ulm
0731-175 663 06

Deutschlandweit erreichen Sie uns kostenlos unter: 0800-861 862 8