Diebstahlaufklärung - Nachweis von Untreue -
Privat- und Wirtschaftsdetektei AS International
Manchmal wüsste man gern, was die „rasenden Boten“ so alles durch Deutschland transportieren. Jeder Autofahrer kennt sie, die superschnellen Kastenwagen, die zum Teil mit schwerer Ware beladen sind, die man früher auf einen Lastwagen hätte laden müssen. Und diese Transporter fahren so schnell, dass man auf der Autobahn immer Angst bekommt, wenn man in ihrer Nähe ist, und man hofft, dass sie nie scharf bremsen müssen - man weiss ja nicht, wohin die schwere Ladung dann den Wagen schiebt…
Manchmal ist die Ladung aber auch ganz leicht, und beim Einladen wird mit größter Sorgfalt gearbeitet – wenn nämlich die teure Ware aus Kleidern besteht, die im Laden manchmal den Gegenwert eines Kleinwagens kosten können.
Und umso nervöser ist der für den Transport verantwortliche Unternehmer, wenn er feststellen muss, dass Ware hin und wieder unkontrolliert aus den Lieferwagen verschwindet. So bekamen wir einen interessanten Auftrag. Was war passiert?
Wir, die Privatdetektive der Detectei AS, sollten herausfinden, wie es auf etlichen Fahrten zu diesem nennenswerten Schwund kommen konnte: hochwertige und teure Kleider, die zwischen München und Frankfurt am Main zu den Geschäften gebracht werden sollen, wo sie die Damenwelt immer in helles Entzücken versetzen – und worüber in den einschlägigen Illustrierten seitenweise tolle Fotoreportagen abgedruckt werden – ganz zu schweigen von den vielen kunstvollen Fotos in den teuren Modejournalen – eben jene Kleider kommen manchmal nicht an.
Die Logistik der Transporte ist ziemlich komplex, alles läuft über Computerprogramme, damit Fehler und Irrtümer möglichst vermieden werden.
Wir bekamen die Fahrpläne für jeden der Auslieferungsfahrer, und jeder unserer Detektei-Mitarbeiter bekam einen Auslieferungswagen zugeteilt, an den er sich unauffällig zum Zweck der Verfolgung mit seinem eigenen Fahrzeug „festkrallen“ sollte.
Die Fabriken, in denen die Kleider genäht werden, müssen nacheinander angefahren werden, dort bekommt jeder Fahrer das für seine Route vorgesehene Warenkontingent eingeladen, und ab geht die Post – entweder zur nächsten Fabrik, oder zu den Warenhäusern und Fachgeschäften, zur Auslieferung der teuren Schätzchen. Unsere Ermittler hatten manchmal gehörige Probleme, den ihnen zugeteilten Wagen auf den schnellen „Fersen“ zu bleiben.
Der Bericht unseres Detektivs, der den Wagen Nr. 4 verfolgte, enthielt diese Schilderung: „sein“ Fahrer verliess plötzlich die Autobahn, und dann ging es abseits der Autobahn über die Dörfer. Wollte der gute Mann etwa billiger tanken?
Nein, das war es nicht: der Wagen fuhr in einem Dorf eine langgestreckte Fabrikhalle an, die sich als Kleiderfabrik herausstellte. Diese Fabrik war aber auf dem Fahrauftrag überhaupt nicht vermerkt.
Dort fuhr er zum Tor mit der Aufschrift: „Abholer“, und verschwand so ein wenig aus dem Sichtfeld unseres Detektivs, der sich natürlich blitzschnell verstecken musste, um nicht als Verfolger entdeckt zu werden. Und weiter ging es – wieder auf die Autobahn. Kurz danach ging es wieder herunter von der Autobahn, wieder zu einer Kleiderfabrik, und diesmal konnte unser Detektiv selbst beobachten, dass der Fahrer erneut eine Zuladung aufnahm – aber auch von diesem Lieferanten war auf seinem Fahrauftrag keine Rede! Es ging über Günzburg, an Neu-Ulm vorbei, dann auf der A 6 an Heilbronn vorbei, und schliesslich über Heidelberg in Richtung Frankfurt. Zwischendurch wurden Ladengeschäfte angefahren, wo der Fahrer Teile der Ladung ablieferte – aber auch das war nicht in Ordnung, denn auch diese Geschäfte standen längst nicht alle auf seiner Liste.
Und am Ende der Tour war das passiert, was immer wieder beklagt wurde: von den teuren Kleidern waren zwei Spitzenmodelle nicht dort ausgeliefert worden, wohin sie hätten geliefert werden sollen.
Unser Ermittler hatte alle Stopps und die gefahrenen Routen sorgfältig notiert, und so konnte der Chef des Transportunternehmens am nächsten Tag in Ruhe, zusammen mit unserem Detektiv, die Strecke nachfahren, die sein Fahrer am Vortag absolviert hatte.
Und beim Nachfahren der Tour erkannte der Spediteur den Grund der vielen Probleme: sein angestellter Fahrer hatte auf eigene Faust einige andere Kleiderfabriken auf der Tour besucht. Er hatte dort Ware eingesammelt, die er naturgemäß auch bei anderen Geschäften ausliefern musste – er fuhr praktisch nämlich eine eigene Extra-Tour, in Kombination mit der eigentlichen Tour, die er als „Pflicht-Tour“ zu fahren hatte.
Wir fuhren die Geschäfte an, die zu der „Privat-Tour“ des Fahrers gehörten. Wir sagten natürlich nichts von unserer neuen Beobachtung, sondern taten so, als ob alles in Ordnung sei. Aber wir fragten ganz vorsichtig, ob vielleicht zufällig auch Kleider abgeliefert worden, die nicht zum Bestellbestand dieses Ladens gehörten. Da gab es verlegenes Rückfragen innerhalb der Belegschaft – und siehe da: bereits beim ersten Geschäft kam eine Verkäuferin mit zwei der auf der anderen Tour fehlenden Kleider heran – ja, die seien bei der letzten Lieferung irrtümlich mit abgegeben worden, obwohl sie nicht bestellt worden waren….
Wir nahmen die Kleider an uns und bedankten uns höflich, quittieren mussten wir allerdings nichts, obwohl die Ware ja ziemlich teuer war...
Damit war die Sache für uns klar.
Wir fanden durch Befragen aller Beteiligten bald heraus: der „clevere“ Fahrer hatte nicht nur ein lukratives Auslieferungsgeschäft mit seinem Job kombiniert – es handelte sich also eindeutig um Schwarzarbeit und Untreue, aber hinzu kam: er stahl hin und wieder mal ein paar von den Kleidern, die er eigentlich für seinen Chef fahren sollte und übergab sie in den anderen Geschäften – wie wir es erlebt hatten. Dort hatte er „Spezis“, die diese Kleider unter der Hand verkauften, und von dem Erlös erhielt der untreue Fahrer die Hälfte - in cash.
Das Ergebnis für den Fahrer war klar: sofortige Entlassung, Strafanzeige, Arbeitsgerichtsprozess – und unsere Detekteikosten musste er auch noch bezahlen.
Unsere Erfahrung ist Ihr Vorteil!
