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Privat- und Wirtschaftsdetektei AS International -Chattanooga/Tennessee und Venedig.

Ein Fall von Familiensehnsucht in Tennessee

Chattanooga Choo Choo
Chattanooga Postoffice

Frau Gwendolyn Fischer war die Enkelin eines aus Deutschand stammenden Kriegsgefangenen aus dem 2. Weltkrieg, der in Tennessee / USA seine Kriegsgefangenschaft verbringen musste und dabei beschlossen hatte, in Amerika zu bleiben. Er heiratete dort, gründete ein Unternehmen und wurde ein reicher Mann. Nun war seine Enkelin Gwen sogar zum Studium nach Frankfurt gekommen. Sie studierte hier Geschichte, und wollte später als Alte Urkunde aus 1273Historikerin in Chattanooga / Tennessee tätig sein.  Sie wohnte in Hanau, wo sie gelegentlich als Englischlehrerin bei der örtlichen VHS aushalf. In Hanau lernte sie unsere Detektei kennen, weil sie uns als Sicherheitsberater kontaktierte. Und wie das Leben so spielt: an der Universität lernte sie auch Luigi P., einen Studenten des gleichen Fachs aus Venedig, kennen – und lieben. Die Liebe blieb nicht folgenlos – Gwen wurde Mutter eines hübschen Jungen. Was ihr aber erst dann klar wurde: Luigi war verheiratet, war selbst bereits Vater eines Sohnes, der aber bei seiner Mutter, Luigis Frau in Venedig geblieben war. Luigi war inzwischen der Boden in Deutschland ein wenig zu heiss geworden, und kaum dass Gwen  ihren gemeinsamen Sohn John zur Welt gebracht hatte, zog Luigi es vor, diskret nach Venedig zu verschwinden – ohne Abschied zu  nehmen.

Wir kannten Luigi aus einigen anderen Begegnungen in Hanau, er war ein rechter „Windhund“, und die etwas verworrenen Familienangelegenheiten waren uns dadurch bekannt geworden. Gwen war anfangs sehr traurig, dass Luigi abgehauen war – aber mit der Zeit hatte sie erkannt, dass das Leben auch ohne ihn möglich war – und das sogar viel besser! Sie hatte genug Geld, um sich ihr studentisches Leben leicht zu machen.

Sie schloss inzwischen ihr Studium in Frankfurt an der ehrwürdigen Johann Wolfgang Goethe-Universität mit grossem Erfolg ab – und kehrte mit dem Sohn in ihre Heimat nach Chattanooga in Tennessee / USA zurück.

Und dann, ganz plötzlich, nach fast drei Jahren, rief Gwen Fischer uns aus Tennessee ganz aufgeregt in unserem Büro in der Detektei Hanau an: Luigi hatte sich auf einmal bei ihr in Amerika gemeldet – er war nach Chattanooga gereist! Wie es er es geschafft hatte, ihre Adressendetails herauszufinden, das war nicht ganz klar – aber offenbar war ein gemeinsamer Studienfreund dabei behilflich gewesen.

Was war so schlimm dabei?

Luigi war absolut nicht in friedlicher Absicht nach Tennessee gekommen: er hatte sich erinnert, dass sein Sohn John in eine reiche Familie geboren worden war, und dass er einmal eine Menge Kohle erben würde. Plötzlich hatte Luigi sein „Verantwortungsgefühl“ für little John entdeckt, nachdem er anfangs nicht schnell genug abhauen konnte. Und er hatte Gwen am Telefon einen listigen Vorschlag gemacht: Gwen sollte das Sorgerecht für John mit ihm zusammen gemeinsam ausüben – will sagen: er wollte sich in die Familie Fischer hinein einklinken – schliesslich war ja später mal eine Menge Geld dort zu holen – aber diesen Nebengedanken hatte er so offen noch nicht ausgesprochen.

Gwen Fischer war entsetzt – ja, das hatte ihr gerade noch gefehlt – zuerst benimmt sich Luigi äusserst schäbig – und dann mimt er den liebenden Vater.

Das kam ja überhaupt nicht in Frage!  

Gwen bat uns, so schnell wie möglich zu ihr nach Chattanooga zu kommen, mit ihr zusammen eine Planung über das weitere Vorgehen aufzubauen und herauszufinden, wo Luigi sich aufhielt – also eine Beschattung auf amerikanischem Boden. Das konnte natürlich nur auf rein privater Ebene erfolgen, denn wir durften nicht wirklich in den USA ermitteln.  Nun, wir konnten ja während unseres Urlaubs in Tennessee ein wenig herumschauen, ob wir zufällig dort einen gemeinsamen Bekannten aus Hanau sehen würden…
Uns ging natürlich auch die Überlegung durch den Kopf, dass Luigi ja sogar versuchen könnte, den kleinen John zu entführen – es würde ihm natürlich nicht gelingen, und es gäbe auch unglaublichen Ärger mit den amerikanischen Behörden, aber diesen Schock sollte man dem keinen Jungen doch  möglichst ersparen.

Wir schlugen also Gwen Fischer vor, dass sie uns eine amerikanische Detektei, eine Detective Agency zur Seite stellen sollte, die mit uns zusammen Herrn Luigi beobachten sollten – die amerikanischen Kollegen, auch „Private Eyes“ genannt, könnten ja eingreifen, wenn es notwendig würde. Gwen nahm den Vorschlag dankbar an, und wir bekamen auf diese Weise Einblick in die Arbeitsweisen auch einer US-amerikanischen Privat-Detektei.  

Die amerikanischen Kollegen erwiesen sich als richtig gute Kumpel, sie hatten eine ähnliche Arbeitsauffassung wie wir. Wir verabredeten bald eine ständige grenzüberschreitende Zusammenarbeit unserer beiden Detektivbüros zwischen den beiden Ländern – denn auch amerikanische Ermittler dürfen ja in Deutschland nicht aktiv werden, genau so wenig wie wir in den USA….

Luigi war ganz sicher sauer, dass Gwen mit ihm bisher nur telefonisch gesprochen hatte - sie erlaubte ihm nicht, sie in ihrem Haus zu besuchen – aus gutem Grund. Unsere amerikanischen Kollegen bewachten inzwischen unauffällig das Haus, in dem Gwen mit ihrem Sohn wohnte. Wir selbst hatten in diesem Haus unser Quartier aufschlagen dürfen, und wir sahen manchmal aus unserem Versteck, dass Luigi in diesem Stadtviertel herumlief. Wir liessen uns natürlich nicht blicken.
Aber es wurde allmählich langweilig. Wir berieten mit Gwen und unseren US-Kollegen, wie diese unerfreuliche Situation am besten zu einem baldigen Ende gebracht werden könnte.
Unser Beschluss war: wir, die Detektive aus Hanau und die Kollegen aus Chattanooga wollten Luigi bei der nächsten Gelegenheit ansprechen, ihm klarmachen, dass er grosse Schwierigkeiten bekäme, wenn er weiterhin um Gwens Haus herumschleichen würde, und dass Gwen ihn ganz einfach anzeigen könnte – die örtliche Polizei würde kurzen Prozess mit ihm machen. Um ihm das aber zu ersparen, sollte er sich einverstanden erklären, dass er ohne weitere Verzögerung abreisen solle – er könne natürlich über ein Anwaltsbüro in Venedig seine Wünsche bezüglich des Sorgerechts vortragen, aber es sei unvernünftig, weiter in Chattanooga zu bleiben.   

Luigis Gesicht war unglaublich dämlich, als wir uns am nächsten Tag ihm in den Weg stellten und er uns erkannte – in Begleitung unserer amerikanischen Kollegen.

Da er besser Deutsch als Englisch sprach, führten wir die Unterhaltung – wir kannten ihn ja schliesslich auch. Die amerikanischen Detektive sahen dabei offenbar sehr eindrücklich und überzeugend aus, denn Luigi willigte nach nur kurzer Diskussion ein, wieder nach Europa zurück zu kehren – vielleicht war ihm aber auch inzwischen das Geld ausgegangen.

Das war eigentlich das Ende des Ermittlungsauftrages in Chattanooga / Tennessee.
Gwen zahlte unsere Rechnung und legte noch eine grosszügige Erfolgsprämie oben drauf.

Aber wir hatten nicht nur ein paar schöne Tage in der beeindruckenden Stadt Chattanooga verbracht, sondern auch noch Geschäftsbeziehungen zu einer amerikanischen Detektei aufgebaut – wer weiss, vielleicht brauchen wir ja mal  gegenseitig Hilfe. 

Unsere Erfahrung ist Ihr Vorteil!


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