Privat- und Wirtschaftsdetektei AS International - Kathedrale im historischen Kern von Santander.
Abenteuer in Santander, Cantabria
Vom Puerto de Santander sind es gerade mal 350 Meter zu Fuss, bis man zwischen der Calle de Cadiz und der Calle de Somorrostro auf dem freien Platz zu der ehrwürdigen Kathedrale kommt. Der Name der Stadt Santander leitet sich von dem frühen christlichen Märtyrer Sankt Emeterius ab, und die Legende sagt, dass der Kopf des Heiligen bereits im 3. Jahrhundert nach Santander verbracht worden sei. Spanien ist immer noch eine fromme Nation, und die Pilgerströme kommen regelmässig zur Kathedrale, die zwischen 1131 und 1187 erbaut wurde, um sich die Reliquien anzusehen. Die Stadt besteht aber schon seit der Römerzeit, und bereits vor mehr als 2000 Jahren war die Stadt unter dem Namen Portus Victoriae Iuliobrigensium eine wichtige Hafenstadt der römischen Besatzungsmacht – gegründet im Jahre 26 vor Christus.
Der Flughafen Santander in El Astillero, der Aeropuerto de Parayas, wird regelmässig durch innerspanische Flugverbindungen bedient, aber es findet auch ein reger Tourismusstrom aus allen Ländern Europas seinen Weg in die Provinz Cantabrien, deren Hauptstadt Santander ist. Die unauffälligste Verbindung zum europäischen Ausland aber ist die zwar langsame, aber völlig unspektakuläre Fähre, die regelmässig zwischen Santander und Plymouth verkehrt. Es gibt eine Anzahl von Fährgesellschaften, die Santander anlaufen – und nicht jede fährt direkt nach Plymouth – viele landen auch davor in anderen Häfen an.
Die Detectei AS ist nun für internationale Aufträge, insbesondere im spanischen Raum, als Agencia Detective, besonders gut geeignet, und unsere vielsprachigen und länderkundigen Detektive sind für komplizierte Aufklärungsarbeiten bestens ausgebildet.
Allerdings an dem Auftrag, der uns nach Santander geführt hatte, an diesem Auftrag hätten wir uns beinahe verhoben - wir kamen nicht voran, obwohl wir mit aller unserer Erfahrung und den Ortskenntnissen bestens ausgerüstet waren.
Worum ging es?
In Santander waren seit einiger Zeit systematische Schmuckdiebe am Werk.
Es wurde in den Privathäusern eingebrochen, aber auch in einigen der eleganten Schmuckläden im vornehmen Sardinero wurde trickreich gestohlen – die Geschäftsleute waren nicht darauf vorbereitet, und es dauerte eine ganz Zeit, bis die Juweliere die einfachsten Vorsichtsmassnahmen anwendeten – trotzdem – es wurde weiter geklaut. Die zuständige Versicherungsgesellschaft wollte sicher gehen, dass keiner der von ihnen auf den Fall angesetzten Detektive in der Stadt bekannt war, deshalb holten sie uns, als Detective Espana, aus Darmstadt nach Spanien.
Der einzige Hinweis, den uns die Versicherungsleute geben konnten, war eine ganz unbestimmte Beobachtung: einer der möglichen Verdächtigen sollte angeblich einen Gehfehler haben, den er aber so geschickt austrainiert hatte, dass man kein Humpeln bemerkte, wenn man ihn beim Gehen beobachtete. Man sah diesen Defekt aber nur, wenn er in engen Jeanshosen herumlief – dann konnte man angeblich erkennen, dass eines der Beine gehörig krumm gewachsen war – aber nur dann.
Wir mussten davon ausgehen, dass diese kleine Information die einzige Spur war, der man folgen konnte – ausser, man würde die Leute auf frischer Tat ertappen. Und wir mussten davon ausgehen, dass die Diebe das wussten und dieses Indiz unter allen Umständen zu verbergen versuchten. Wir gingen weiterhin davon aus, dass es sich um mehrere Personen handeln musste, weil die Diebstähle manchmal zeitgleich an mehreren Stellen in der Stadt passierten. Und wir gingen davon aus, dass diese Leute in irgendwelchen Quartieren wohnten – in Hotels, Pensionen, oder in Privatquartieren – wer weiss.
Wir beobachteten also die möglichen Wohnquartiere über viele Tage, waren morgens die ersten und abends die letzten, die die Eingänge bewachten- aber es fiel uns niemand auf, auf den die Vermutungen und Verdächtigungen hätten passen können.
Einer unserer Ermittler hatte in der Zeit unserer Arbeit in Santander seinen Namenstag, und da er ein frommer Mann war, ging er an diesem Tag, morgens ganz früh, in die grosse und beeindruckende alte Kathedrale, um dort eine Kerze aufzustellen. Er war ganz allein, und während er sich noch besichtigend in der Kathedrale aufhielt, kamen auf einmal drei Männer in Mönchskutten aus der Sakristei, gingen mit schnellen Schritten durch die Kirche zum Ausgang und verschwanden auf der Calle de Cadiz. Natürlich war unser Mann nicht so schnell, dass er den Männern hätte nachlaufen können – dafür war er viel zu überrascht. Aber er bekam plötzlich eine verrückte Idee: er schlich sich zurück und betrat vorsichtig die Sakristei.
Dort fand er nach einigem Suchen, was er kaum zu finden gehofft hatte: eindeutige Spuren, dass in einer Ecke der Sakristei mehrere Personen provisorisch übernachtet hatten. War das Trio etwa die Diebesbande? Die drei Männer in Soutane würden ja niemals auffallen, in einer so frommen Stadt wie Santander und in der Nähe der Kathedrale.
Wir trafen uns zu einer Lagebesprechung und berieten, was nun zu tun war. Unser Mann, der die drei Männer in ihren Mönchsgewändern gesehen hatte, war sicher, dass er selbst nicht gesehen worden war – denn er war ja ganz früh am Morgen in der Kathedrale gewesen, und die Kirche war völlig leer zu dieser Zeit. Wir gingen nun selbst sehr konspirativ vor und konzentrierten uns auf die Kathedrale.
Und wir hatten Glück: am Abend dieses Tages bereits, kurz bevor ein Kirchendiener die Kathedrale abschloss, kamen drei Männer, in Soutanen gekleidet, in die Kirche und verschwanden darin. Es waren ganz offenbar „unsere“ Leute.
Wir beobachteten den Haupteingang, die ganze Nacht schoben wir Wache. Am nächsten Morgen - in aller Frühe - kamen die drei wieder heraus. Wir hatten uns mit fünf Männern - alle fünf waren wir ausgebildete Detektive - zusammen aufgestellt und hinderten die drei Männer daran, in ihren Kutten wegzulaufen. Es gab ein Handgemenge, aber wir hatten das Überraschungsmoment auf unserer Seite. Es gelang uns in der folgenden Rauferei, die Männer zu überwältigen und auf den Boden zu werfen. Und dabei sahen wir, dass einer der drei „Mönche“ ein ausserordentlich krummes Bein hatte – denn unter der Soutane trug er eng anliegende Jeans…
Nun, die Geschichte ging ein wenig „wild-west-mässig“ zu Ende – wir waren in der Übermacht und hielten die drei „Mönche“ fest. Inzwischen hatten wir die lokale Polizei benachrichtigt, und die Polizeibeamten nahmen die drei Männer in ihren Autos mit.
Ende gut – alles gut: die Verhöre der Policia Espanola waren effizient: die drei Männer waren in der Tat die gesuchten Schmuckdiebe, sie hatten die gestohlenen Stücke raffiniert in der Kathedrale versteckt – und gestanden alles.
Die Versicherung, die uns den Ermittlungsauftrag erteilt hatte, war sehr zufrieden mit unserer Arbeit und bezahlte unsere Rechnung - ohne jede Diskussion - in voller Höhe.
Unsere Erfahrung ist Ihr Vorteil!
